Culture Connected. Ein Kunstprojekt, das Mut macht

Das Arnulf Rainer Museum und die Volksschule Baden-Weikersdorf zeigen, was möglich wird, wenn Kultur und Bildung gemeinsam Kinder stärken.

Wer die Kinder bei der Abschlusspräsentation Ende Mai im Arnulf Rainer Museum erlebte, konnte spüren, was in den vergangenen Wochen entstanden ist: Mut. Vertrauen. Gemeinschaft. Selbstbewusst präsentierten die Schüler:innen der 2a-Klasse der Volksschule Baden-Weikersdorf ihre Zeichnungen, Bewegungen und Ideen vor Publikum. Was viele von ihnen zu Beginn des Projekts noch Überwindung gekostet hätte, gelang nun ganz selbstverständlich: sich zeigen, Gefühle ausdrücken und gemeinsam auftreten. Die Präsentation bildete den Abschluss des Projekts „Mut-bildende Formenkraft: Linie, Bewegung & Ausdruck“, das vom Arnulf Rainer Museum gemeinsam mit der Volksschule Baden-Weikersdorf entwickelt und im Rahmen von „culture connected“ vom Bundesministerium für Bildung gefördert wurde.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich künstlerische Praxis, Bildung und persönliche Entwicklung im musealen und schulischen Kontext verbinden lassen – interdisziplinär, partizipativ und mit großer Begeisterung aller Beteiligten. Ein besonderer Dank gilt der Klassenvorständin der 2a-Klasse der VS Baden-Weikersdorf, Eva George, sowie ihren 19 Schüler:innen. Mit ihrer Offenheit, Kreativität und ihrem Mut machten sie das Projekt lebendig und zu einem besonderen Erlebnis.
Christine Humpl, Leiterin der Kunstvermittlung des Arnulf Rainer Museum

Während die Schule den Kindern Sicherheit, Vertrauen und die tägliche Begleitung bietet, eröffnet das Museum neue Perspektiven und kreative Erfahrungsräume. Gemeinsam schufen beide Partner:innen einen Rahmen, in dem die Kinder Neues ausprobieren, ihre Stärken entdecken und über sich hinauswachsen konnten. Ausgehend von den expressiven Werken Arnulf Rainers und den Positionen der Kunstströmung Art Brut beschäftigten sich die Schüler:innen mit Linien, Formen und Emotionen. In Workshops im Museum und in der Schule entstanden Zeichnungen, kreative Experimente und persönliche Ausdrucksformen. Die Kinder lernten, Gedanken und Gefühle sichtbar zu machen sowohl mit Stift und Papier als auch mit ihrem eigenen Körper. Ein besonderer Höhepunkt war die Zusammenarbeit mit der Pantomimin Daria Lytvynenko. 

    Unter den Gästen bei der Präsentation befanden sich unter anderen Gemeinderätin Patrizia Pils, Otto Wolkerstorfer, Leiter der Abteilung für Schulen, Kindergärten und Bildung, und Adelaida Fisekci, Direktorin der Volksschule Baden-Weikersdorf. Mit im Vermittlungsteam von Christine Humpl waren dabei Clarissa Reinwein, Kristina Havlicek, Lena Röth und Hermann Weißenbacher.

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